Schluss, aus, vorbei. Dortmund ist deutscher Gospel-Meister
Bericht vom Abschlussgottesdienst des Gospelkirchentags

Schluss, aus, vorbei heißt es auch in Sachen Gospel. Der Gospelkirchentag in Dortmund 2012 ist zu Ende. Der große Abschlussgottesdienst in der Westfalenhalle war ein voller Erfolg. Die einstudierten MassChoir-Songs brachten die Halle noch ein letztes Mal zum Kochen, bevor die etwa 150 Chöre und Gäste die Heimfahrt antreten mussten. Ob Helmut Jost, Hans Christian Jochimsen, Joakim Arenius, Miriam Schäfer oder Carol Cymbala: alle rockten die Bühne. Beinahe beeindruckender noch als die Fülle an musikalischen Eindrücken war der Anfang des Gottesdienstes: Dieser begann nämlich mit einer Minute Stille, in der sich der gesamte Kirchentag, alle Erlebnisse und Eindrücke der Gospelnacht und der Workshops im Raum bündelten.
Während des Gottesdienstes wurde noch einmal für die Aktion "Gospel für eine gerechtere Welt" gesammelt, die in diesem Jahr "avenir femme" von Brot für die Welt unterstützt, um jungen Frauen in Kamerun eine Ausbildung zur Schneiderin zu ermöglichen und sie so vor dem Hungertod zu bewahren. Insgesamt kamen, zusammen mit den Spenden aus der Gospelnacht am Freitag, bei der in 30 Kirchen in und rund um Dortmund gesammelt wurde, über 35.000 Euro zusammen.

Auch der liturgische Teil des Gottesdienstes kam nicht zu kurz. Neben bewegenden Predigten, über das Senfkorn, das im Glauben ausreicht, um Berge zu versetzen, bis hin zu Anstößen über die eigene Rolle beim Gospelsingen nachzudenken, gab es viele Impulse. Selbst Menschen, die nicht mit tiefem Glauben die Gospelmusik singen, verbreiten so die gute Nachricht, wie Annette Kurschus (Foto), Präses der evangelischen Kirche von Westfalen, anmerkte. Und so tragen die 5.000 SängerInnen des Kirchentags ihren Glauben, ihr Senfkorn, in die Welt, zunächst vielleicht erstmal in ihre Heimatstädte.
Martin Bartelworth, Geschäftsführer der Creativen Kirche, kündigte zum Schluss den nächsten Gospelkirchentag an, der 2014 stattfinden wird. Als Veranstaltungsort wurde Kassel ausgesucht. Der symbolische Gospelschal, der für den Gospelkirchentag in Dortmund von den 150 beteiligten Chören gestaltet wurde, soll in Kassel fortgesetzt werden. "Vielleicht reicht er eines Tages um die ganze Welt", so Bartelworth.
So bleibt uns nur noch zu sagen: "Goodbye Dortmund. Hello Kassel"! Let’s Gospel!
Text und Fotos: Matthias Knop
gug 2012-06-04













