"Gospeltime 2012" in Düsseldorf - der Bericht
Come, feel and LIVE the Gospel
Dem Himmel gefühlt ein Stück näher - so der erste Eindruck beim Betreten der Tonhalle Düsseldorf. Schließlich handelt es sich bei diesem Konzertsaal um ein ehemaliges Planetarium mit bestechender Akustik. Ein guter Ort, um den Geist der Gospelmusik besonders zu spüren.
Hier fand am 11. März 2012 das Jubiläumskonzert zur 5. Auflage der Reihe "Gospeltime Düsseldorf" als Abschluss eines dreitägigen Workshops statt. Diesmal als Stargast mit dabei: Calvin Bridges, der extra aus Chicago angereist war. Bridges ist in den USA einer der bekanntesten Gospelmusiker, erhielt bereits zwei Auszeichnungen der "Stellar Awards" aus der Gospelmusik-Industrie. Durch Konzerte und Workshops ist er zudem in vielen Ländern der Welt bekannt, zum Beispiel in Schweden und Norwegen, Deutschland, Jamaica, Kenya und Ghana.
Derjenige, der in Deutschland die Gospelmusik noch beliebter und bekannter gemacht hat, ist Helmut Jost. Dieser charismatische Musiker ist bei der "Gospeltime Düsseldorf" bereits von Anfang an dabei. Zusammen mit seiner Band Gospelfire steuerte er den Abend bereits zum ersten Höhepunkt hin.
Ungewöhnliche Premiere: Brass meets Gospel
Kurz danach kündigte Helmut Jost eine ganz ungewöhnliche Premiere an: Brass meets Gospel. Posaunenmusik eher bekannt als Teil klassischer Kirchenmusik - aber jetzt mit fetziger Gospelmusik zusammen? Kaum vorstellbar! Die begeisterten Zuhörer wurden hier unmittelbar darauf jedoch eines Besseren belehrt. Als Calvin Bridges zusammen mit Helmut Jost und dem "Posaunenwerk Rheinland" unter Leitung von Jörg Häusler einige Titel von Helmut Jost neu interpretierte. Hier war das Publikum nicht mehr auf den Stühlen, es klatschte und tanzte mit im Gospel-Rhythmus.
Anschließend folgten zwei Posaunen-Solostücke, die zeigten, wie vielfältig diese Instrumente sind. Auch auf diesem Wege kann Gospelmusik in unsere Kirchen kommen.
Helmut Jost und Calvin Bridges spielten abwechselnd bekannte Titel von ihren CDs, mal besinnlich im Worship, dann wieder fetzig zum Mitklatschen, zusammen mit der bekannten Stimmbildnerin und Sängerin Ruthild Wilson. Auch sie hat schon viele Gospels geschrieben.
Wer es nicht wusste, hätte es wohl kaum gemerkt: die rund 250 Sängerinnen und Sänger aus dem Workshop-Chor sind keine Profis und haben sich erst hier in Düsseldorf zusammengefunden. Weniger als die Hälfte davon kamen aus Düsseldorf, der Rest ist extra für dieses Wochenende angereist. Nach nur drei Tagen gemeinsamen Probens und Singens präsentierte dieser Chor dann einen professionellen Auftritt beim Abschlusskonzert.
Und wer an den Tagen zuvor bei den Workshops mit Calvin Bridges und Helmut Jost mit dabei war, kann noch besser verstehen, wie sehr diese beiden Musiker die Musik im Herzen haben und sie so gut an andere Menschen weitergeben können wie es an diesem Abend zu erleben war.
Calvin Bridges gab uns allen zum Schluss eine Einladung in seine Heimatstadt mit auf dem Weg: "Come to Chicago; bring Churches along the Street" - das kam bei jedem an, die Stimmung erreichte den Höhepunkt.
Gospeltime 2012 - ein Riesenerfolg für Veranstalterin Elke Wisse von "Evangelisch in Düsseldorf" (www.evdus.de)
Joachim Schwarzrock,
Gospelradio-Redaktion NRW
gug 2012-03-27













