A Cappella-Hallelujah - Der Bericht
Workshop mit Niko Schlenker in Berlin

Niko Schlenker ist definitiv ein Musiker, um den man nicht herum kommt, wenn man sich mit der deutschen Gospelszene auseinandersetzt. Der auch international gefragte Gospelpianist und -komponist leitet seit vielen Jahren Gesangsworkshops in ganz Deutschland.
Vom 9. bis 11. März 2012 fand nun sein erster A Cappella-Gospelworkshop im Herzen Berlins statt. Rund 90 Singbegeisterte waren mit dabei und studierten innerhalb von zwei Tagen ein Programm mit Titeln aus Niko Schlenkers aktuellem Notenheft "Sing Hallelujah!" ein, das schließlich am Sonntagabend im Rahmen eines Gospelgottesdienstes aufgeführt wurde.
Geprobt wurde Freitagabend und den gesamten Samstag über. Und obwohl es einige komplizierte Stellen gab, saßen mit etwas Geduld und Konzentration bald die meisten Töne. Niko Schlenker lockerte den Probenverlauf mit dem ein oder anderen eingestreuten Witzchen auf.
Der Sonntagvormittag begann zunächst mit einem Auftritt des Workshopchores beim Gottesdienst in der Gethsemanekirche, der bereits einen Vorgeschmack auf den Gospelgottesdienst am Abend gab. Dieser fand schließlich um 18 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche, ebenfalls in Berlin-Prenzlauer Berg, statt.
Neben der Musik fand auch die Predigt von Thorsten Maruschke großen Zuspruch. Passend zum diesjährigen Leitspruch der evangelischen Kirche für die Passionszeit "Gut genug! 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz" brachte Maruschke geschickt Situationen aus der Bibel mit der heutigen Hochleistungsgesellschaft in Verbindung.
Zudem gab es wohl niemanden, der bei den Gospelsongs von Niko Schlenker (Foto) nicht innerlich mitging. Die groovige Rhythmik und eingängige Melodien, meist noch unterstützt von Trommeln bzw. Beatboxing, regten viele zum Mitwippen und Mitklatschen an. Und spätestens beim Titel "Worship Song" auch zum mitsingen.
Ein pfiffiges, wenn vielleicht auch nicht ganz perfekt formuliertes Schlusswort, fiel am Ende der Danksagung von Lea Thermann vom Workshop-Organisationsteam: "Einen Chor kann man sich ja vorstellen wie ein großes Instrument. Vielleicht wie eine Orgel mit ganz vielen Pfeifen, nur dass die Pfeifen in diesem Fall Menschen sind!" Schließlich verließ der Chor mit dem ohrwurmtauglichen "Hosianna, Hallelujah" den Altarraum und ließ so einen besonderen Gottesdienst und ein besonderes Wochenende ausklingen.
Text und Foto: Charlotte Ruderisch
Mehr Infos zu Gospel in Berlin-Prenzlauer Berg gibt es unter: www.ekpn.de/gospel
Die Noten und CDs von Niko Schlenker gibt's natürlich im Gospelradio-Shop >>
gug 2012-03-14













