Gospelchor Saarbrücken

Schwerpunkt: Gospel aus Afrika




„Gott ist Freiheit" – Mit dieser Botschaft begeistert der „GospelChor Saarbrücken" nun schon seit 24 Jahren sein Publikum. Wilhelm Otto Deutsch hat den Chor 1986 als damaliger Studentenpfarrer in Saarbrücken gegründet und leitet ihn bis heute. Anlässlich der Taufe seines jüngsten Sohnes bat Deutsch seinerzeit den Kirchenchor, ein afrikanisches Lied vorzutragen. Die Chorsänger waren von der Musik Afrikas derart begeistert, dass sie gern weitere Lieder singen wollten. Hieraus entstand der GospelChor Saarbrücken als kleines Ensemble mit 13 Mitgliedern, das heute als überkonfessioneller und überregionaler Chor mit über 100 Mitgliedern aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Frankreich auftritt.

Wilhelm Otto Deutsch stammt aus einer musikalischen Familie, in der jeder ein Instrument spielte. Bereits in seiner Jugend begeisterte ihn die Musik Johann Sebastian Bachs. Deutsch ist mit einer Amerikanerin verheiratet und studierte parallel zu Theologie in den USA Musik. Gott ist für ihn der Grund und das Ziel seines Sein. Zwischen diesen beiden Polen spannt sich der Bogen seines Lebens. Aus Swaziland, einem Nachbarstaat Südafrikas, in dem Wilhelm Otto Deutsch vier Jahre als Universitätsdozent tätig war, hat er eine große Sammlung afrikanischer Lieder mit nach Deutschland gebracht. Es handelt sich hierbei nicht um Gospelsongs im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr um religiöse Folklore Südafrikas.

Ähnlich den amerikanischen Spirituals sind die Lieder überwiegend mündlich überliefert, Verfasser sind nicht bekannt und es gibt keine Noten. Die meist vierstimmigen A cappella-Gesänge werden nur von Trommeln und Rasseln begleitet. Die Stücke sind zur Zeit der Apartheid im südlichen Afrika entstanden. Sie sind Ausdruck des Leidens der Menschen, die allein aufgrund ihrer Hautfarbe unterdrückt und entrechtet wurden. Durch die Musik konnten die Unterdrückten Hoffnung auf Befreiung und Überlebenskraft schöpfen. Diese große emotionale und spirituelle Kraft spiegelt sich in den Liedern wider. Die religiöse Folklore bildet bis heute das Kernstück des Repertoires, auch wenn dieses im Laufe der Jahre um zahlreiche Elemente erweitert wurde. Amerikanische Spirituals wie auch Lieder aus Lateinamerika, Ostasien, Zentral- und Ostafrika gehören heute zum Bestand des GospelChores Saarbrücken.

Musikalische Vielfalt auf zahlreichen CDs festgehalten

Einen Eindruck von der Vielfalt dieses Repertoires vermitteln die CDs „Freedom is Coming!" (1995) und „Come On!" (1999), aber auch "Hold to His Hand" (2007) und die neueste CD „Sing a New Song – Gospels aus Amerika und Afrika". „Hold to His Hand"  ist ein Live-Mitschnitt eines Konzerts mit der Big Band des Polizei-Musikkorps des Saarlandes in der Ludwigskirche Saarbrücken. Zu Höhepunkten in der Geschichte des GospelChors Saarbrücken gehörten die Aufführungen der Rock-Messe "Missa Gaia". Der amerikanische Saxophonist Paul Winter hatte die „Messe für die Erde mit Tier- und Menschenzungen" 1981 zum 800. Geburtstag des Hl. Franz von Assisi geschrieben. Der Komponist fügt Tierstimmen in die Messe ein und leitet Grundmotive wie das Kyrie und das Sactus von charakteristischen Tierrufen ab. Nach vielen ausverkauften Vorstellungen in den Jahren 1995 bis 1998 folgte der Chor 1998 einer Einladung des Komponisten Winter nach New York, um die Messe dort mit ihm zusammen in der größten gotischen Kathedrale der Welt „St. John the Divine" in Manhattan zu feiern. Hier fand 1981 auch die Uraufführung statt.



Von der Aufführung in der Saarbrücker Stiftskirche St. Arnual mit choreigener Band im Oktober 2000 gibt es eine Live-Aufnahme auf CD. Auch das Musical „Godspell" des Amerikaners Stephen Schwartz wurde vom GospelChor Saarbrücken in einer oratorischen Fassung erarbeitet und seit 1997 mehrfach aufgeführt, beispielsweise beim Deutschen Evangelischen Kirchentag im Juni 1999 in Stuttgart. Mit den Aufführungen von Duke Ellingtons „Sacred Concert" in den Jahren 2002 und 2003 zeigte der Chor einmal mehr seine Vielfalt und sein Können. Die zwei geistlichen Konzerte aus den Jahren 1965 und 1968 zählen zu den bedeutendsten der mehr als 2.000 Kompositionen des Jazzmusikers und Pianisten Duke Ellington. Die Werke verbinden mitreißende Swing-Musik mit der tief verwurzelten Religiosität des Komponisten. Die im Februar 2003 aufgenommene CD „Duke Ellington – Sacred Concert" ist ein Mitschnitt einer Aufführung des Chores in Begleitung der Landesschüler-Bigband des Saarlandes „Jazz Train" in der Illipse in Illingen.

Weitere Infos zum GospelChor Saarbrücken gibt es unter: www.gospelchor-saarbruecken.de

Hört auch das Interview mit Wilhelm Otto Deutsch vom 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München.

Katrin Kuhnert




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Braunschweig
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