2. Ökumenischer Kirchentag
München 2010 13. - 16. Mai
Wir waren dabei.

Das wars ...
Sa., der 15. Mai
Gospeltrain – Simply Joy
Kumba Ya
– mit getragenem a capella-Gesang marschiert Gospeltrain ein – ganz in
blau und schwarz gekleidet. Ein ehemaliger gymnasialer Schulchor, schon
etwas „ins Alter gekommen" aus Gars am Inn unter der Leitung von Michael
Gäßl. Fetzige Lieder wechseln sich mit getragenen Songs. Band und Chor
stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Die junge, spritzige
und dynamische Solistin versteht das Publikum schnell auf ihre Seite zu
ziehen. Humorvoll und hüpfend führt Michael Gäßl durch das Programm.
Die Stimmung heizt sich auf, stehendes Publikum, der Aufforderung zum
Tanzen wird gern nachgekommen.
Mit
„In the Sanctuary" betont Gospeltrain zum Schluß noch einmal den
definitiv christlichen Charakter des Chores. Nach dem Klassiker „Oh
Happy Day" als Zugabe geht die Konzertreihe am Gospelschwerpunkt
St.Sebastian zu Ende. Zu „He's Got the Whole World" zieht ein
begeistertes und innerlich sehr berührtes Publikum im Wissen um Gottes
Nähe und Liebe in die kalte und ungemütliche Münchener Nacht.
Bericht und Interview hören >>
Haste Töne
Ja, Töne
hat dieser Chor auf jedem Fall – und was für welche!
Erfrischend, authentisch, kompakter Klang – der Chor ganz in schwarz gekleidet. Band und Sänger sind in sich stimmig. Den noch sehr jungen Solisten merkt man an, dass sie schon lange in dieser Musik leben. Im Wechsel hören wir nordisch beeinflußte Gospelsongs und vom australischen Worship inspirierte Anbetungslieder. Der Chor schafft es bei bei moderater Lautstärke Gospel das sein zu lassen was es ist. Bei der spritzigen Darbietung springt der Funke bereits beim ersten Lied auf das Publikum über. Tief beeindruckt verlassen die Zuhörer den überfüllten Pfarrsaal. Ein Ohrenschmaus.
Das Konzert ist ein Beweis, Gospel kann auch bei normaler Lautstärke mitreißen und ins Herz sprechen. Ein gelungener Auftritt, ein erstaunlicher Auftritt. Der Jugendchor der katholischen Kirchengemeinde in Betzdorf an der Sieg hat überregionale Qualität. Bericht und Interview hören >>
Gospelchor Saarbrücken - Gospelgottesdienst
Ein einfacher Name, aber,
aber ..., Bereits der Anblick begeistert - festliche Gewänder im
afrikanischem Stil, strahlende Gesichter, stimmiger Gesang. Der Chor,
der mit 24 Jahren übrigens einer der ältesten Gospelchöre Deutschlands
ist, versteht den Zuhörern seine Botschaft zu vermitteln. Man spricht
von den Schwarzen, die unter der Apartheit in Südafrika gelitten haben
und leiden.
Man spricht auch von den
schwarzen Sklaven in Amerika. Die Musik ist eine Mischung aus
amerikanischen Spirituals und religiöser Folklore aus Afrika.Gospel ist für den Chorleiter Wilhelm Otto Deutsch gleichzeitig Programm. 4 Jahre leben und arbeiten in Südafrika haben Spuren in dem Leben des Pfarrers, nun im aktiven Ruhestand, hinterlassen. Bericht und Interview hören >>
Young Hope
Mit
einem Doppeldeckerbus angereist, gaben Young Hope drei Konzerte auf dem
ÖKT-München. Aus einer katholischen Freizeitgruppe entstanden,
musizieren nun etwa 60 Musikbegeisterte gemeinsam mit ihrer Band.Doch nicht nur Gospel stehen auf ihrem Programm. Viel mehr ist es eine Mischung aus Rock und Pop, Modern und Oldies.
So gab es auch in der St. Maximilian Kolbe kirche Songs wie „Kiss from the rose" von Seal und „The wall" von Pink Floyd in eigens verfassten Chorsätzen zu hören.
Ihr Wunsch, das Publikum mitreißen zu wollen,ging vom ersten Ton an in Erfüllung. Etwa 140 Besucher klatschten, sangen und tanzten voller Freude in den Bankreihen.
Erfahrungen sammelten Young Hope schon bei einigen anderen großen Auftritten. So traten sie beim Weltjugendtag, den Olympischen Spielen in Atlanta und vergangenen Kirchentagen auf.
Fr., der 14. Mai
Glory to God Almighty - die ÖKT-Gospelnight
Die
„Glory to God Almighty"- Gospelnight auf dem Münchener Messegelände
beschloss den vorletzten Tag der ÖKT-Woche. Den Anfang machte der
Gospelchor St. Lucas aus München. Aus ca. 40 Sängerinnen und Sängern
bestehend, heizte der Chor mit seiner Band dem Publikum mit einem
vorwiegend fetzigen Programm ein.Im Anschluss sorgte Sparkling Joy aus Göppingen für eine besinnlichere Atmosphäre in der riesigen Messehalle, in der es abgesehen von der Gospelbühne auch diverse Insfostände gab, an denen sich Interessierte sämtliche Informationen zur deutschen Gospelszene einholen konnten.
Das Besondere am Auftritt von Sparkling Joy: die Liedtexte wurden auf eine Wand projiziert, so dass jeder, der Lust dazu hatte, mitsingen konnte. Zuschauer, die bisher noch gezögert hatten, konnten sich spätestens beim letzten Auftritt des Mitmachens nicht mehr erwehren.
Als das Ensemble Just Gospel zusammen mit ihrem bunt gekleideten Chor die Bühne stürmte, blieb kein Zuschauer mehr ruhig sitzen. Von ruhigeren Kirk Franklin-Stücken bis hin zu Gospelsongs mit Latin-Sound gemixt wie „Glorious", war für Jedermann etwas dabei. Die Gospelnight war somit ein besonderes Highlight für die ÖKT-Besucher, da das vielfältige Programm keine Wünsche offen ließ.
Bericht hören.
EinKlang
An der St.Ignatiuskirche
haben wir bei den Konzertvorbereitungen einen ganz besonderen Chor
entdeckt:Das Gospel- und A-Capella Ensemble „einKlang" aus Aachen.
Das Ensemble gründete sich im Herbst 2006 in Aachen und ist seither aktiver Teil der städtischen Chorszene. Bei zahlreichen regionalen und überregionalen Auftritten gelingt es dem Ensemble, ein breites Publikum zu begeistern.
Ihre Leidenschaft und Lebensfreude zeigen sich sowohl in der Gospelmusik als auch im A-cappella-Gesang. Die Gospels werden begleitet von der Band oneSound. Einige Stücke wurden von Mitgliedern selbst arrangiert.
Außergewöhnlich ist der Verzicht der Formation auf eine musikalische Leitung. Jedes Mitglied bringt seine unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungen in die regelmäßige Probenarbeit mit ein.
Bericht und Interview hören.
Rejoice
Die Snaredrum knallt, die
Bläser zucken: Bless The Lord – mundgeblasende Musik mit erdigem Groove
und erfrischend modernem Sound. Der Jugendchor Rejoice aus Rödermark
gastiert während seiner Deutschlandtour auch in der katholischen
St.-Maximilian-Kolbe-Kirche anlässlich des 2. ÖKT in München. An den
1987 gegründeten Taizé-Chor erinnert nicht mehr, denn das Repertoire
reicht heute von Contemporary Gospel, christliche Rock- und Popmusik bis
zu Spirituals. Der pärzise Groove trägt Solisten und Chor durch die
wechselnden Rhythmen. Und auch schwierige Songs,wie Hosanna von Kirk
Franklin werden sicher interpretiert. Chorleiter Peter Krausch ist
hochkonzentriert, so dass auch Tempiwechsel problemlos gemeistert
werden. Das entschädigt für die überwiegende Rückenansicht des
Dirigenten. Ein spritziges Konzert mit bekannten Gospelsongs von einem
jungen Ensemble. Wir wünschen uns noch viele freudespendende Auftritte.Das Gospelensemble Deliverance
Das Gospelensemble Deliverance kennt sich aus mit gelebter
Ökumene. An einer evangelischen Gemeinde beheimatet, spielen und singen
größtenteils katholische Christen in diesem 1996 entstandenem
Regensburger Ensemble. Musikalischer Leiter und Songwriter Simon Meier,
seines Zeichens Pianist und Kirchenmusiker, arrangiert auch die
vierstimmigen Bläsersätze seiner Kompositionen. Er hat den
zwanzigstimmigen Chor sicher im Griff und vermag es auch, während des
Pianospielens Akzente und Phrasierungen zu dirigieren. Bodenständige Rock- und Poprhythmen, mal mit Synthesizer-Flächensounds, mal mit gurgelnder Hammond-Orgel unterlegt, prägen den Sound von Deliverance – an der Orgel Dominikanermönch Adam. Deutsch-, englisch- und spanischsprachige Songs aus eigener Feder, erdig und energetisch vorgetragen durch den Barritonsolisten und Gitarristen Sebastian Karnatz erinnern Gospelradio-Mitarbeiterin Tina ein wenig an Robin Williams. Mit einer überzeugenden Version von „Jesus Stand By Me", angelehnt an das Original von Ben E. King, verabschiedet sich Deliverance von seinem begeistertem Kirchentagspublikum. Hört Simon Meier über Ziele und Motivation und Deliverance im Gospelradio-Interview auf Gospelradio.de.
Do., der 13. Mai
Sarah Kaiser
Sarah
Kaiser erinnert sich noch ganz genau an ihr Konzert beim 1. ÖKT in
Berlin – die Sonne schien damals. In München regnet es an diesem Christi
Himmelfahrts-Tag, doch die zauberhafte Stimme der Berlinerin strahlt
von der Bühne und erwärmt die Herzen der Menschen. Bei „Die güldene
Sonne" tanzen sich die ersten Zuhörer zu Samba-Rhythmen warm, bis dann
spätestens beim ersten Mitsing-Song fast alle Zuschauer ordentlich
mitschwingen.
„Wir sind Gottes Kinder, Welt auf den Kopf gestellt – wir sind Gottes Kinder, aus Liebe erwählt."
Sarah Kaiser hat mit ihrer Band um den Pianisten und Arrangeur Samuel Jersak eine Mischung aus jazzigen alten Kirchenliedern, einfühlsamen Balladen, rockigen Mitmach-Stücken und vielen eigenen Songs zusammengestellt. Die Messehalle C2 hat den Groove der Musiker in sich aufgenommen – da hält es nahe der Bühne auch zwei Nonnen nicht mehr auf ihren Stühlen. Ein Konzert mit wundervollen Liedern beschließt somit den ersten Tag des zweiten ÖKT und entlässt die Kirchentagsbesucher in die U-Bahnen Münchens. Selbst hier ertönen noch vereinzelt ein paar Lieder und nach und nach stimmen immer mehr Menschen mit ein, bis der ganze Wagen im „Amen, Masithi" wie eine große Familie vereint zu sein scheint. Bericht hören >>
„Reach out" aus Siegen
Der
junge Gospelchor „Reach out" aus Siegen überrascht das Publikum mit
einem ungewöhnlichen Soundmix aus Gospel und Big Band-Begleitung. Der
Chor blickt auf eine elfjährige Geschichte zurück und besteht aus ca. 25
Sängern und einer achtköpfigen Big Band. Unter der dynamischen Leitung
von Christof Mann wartet der Chor mit einem vielfältigen Repertoire auf:
Lieder des Oslo Gospel Choir wechseln sich ab mit südafrikanischen
Stücken und sogar Cover-Popsongs wie „Africa" von Toto sind mit dabei.
Wetterbedingt fällt das Publikum an diesem Tag leider etwas kleiner aus,
jedoch mindert dies nicht die lockere Stimmung im Kirchensaal und so
tanzen und klatschen alle beschwingt mit. Chorleiter Mann, selbst ein
ehemaliger Big Band-Musiker, schätzt den ÖKT als Begegnungspunkt der
unterschiedlichen Konfessionen und gleichzeitig als idealen Rahmen, um
die herausfordernde Verbindung aus Gospel und Jazz vor einem bunt
gemischten Publikum zu präsentieren. Bericht und Interview hören >>Gospelicious - Der Landesjugendgospelchor Baden Württemberg
Zündendes
Erlebnis am Donnerstagabend in der St.-Sebastian-Kirche war der
Auftritt von Gospelicious, dem Landesjugendgospelchor des Landes
Baden-Württemberg.Nach einem feierlichen Einmarsch startete das energetische Intro des Projekts, das beim Publikum sofort ein Feuer entfachte. Trotz, dass die Kirche zu Beginn nur zu drei Vierteln gefüllt war, wurden die jungen Musiker gefeiert als hätten sie ihren eigenen Fanclub dabei. Angenehm wirkte das einheitliche Schwarz der Kleidung der Musiker, das jedoch durch individuelle Kleidungsstücke nicht uniformiert wirkte und dem Farbenspiel auf der sonst sehr weißen Kirchenwand passendes Paroli bot.
Nach einer kleinen Vorstellung wurde es spannend: spannende Saxophon-, und jazzige Klaviersoli gaben sich die Hand, kräftige und gefühlvolle Gesangsoli der Jugendlichen sorgten für echtes Gänsehautfeeling, das dem Fernsehen schon lange fehlt. Immer wieder wurde auch das Publikum eingebunden mitzusingen und für kurze Texte dafür auch angelernt. Eine jahreszeitliche Besonderheit stellte hier das Weihnachtslied „Angel's song" dar, das aufgrund seiner wunderbaren Atmosphäre von beiden Seiten dankbar vorgetragen wurde. Für „I know you love me" wurde ein schlichtweg cooler Kanon angestimmt, dessen Bewegungsuntermalung beinahe in Aerobic ausartete. Grund hierfür war möglicherweise auch die ausgelassene Männerreihe, deren spontanen Choreografien einen riesigen Spaß an der Musik erkennen und überspringen ließen.
Zum Abschluss feierte
das Publikum das Projekt stehend, um nach einer kleinen Verabschiedung
durch Rainer Zincke zum Klassiker „Oh Happy Day" so etwas wie
Festzeltstimmung aufkommen zu lassen. Als zweite Zugabe gönnten sich die
Musiker einen Auszug zum Haupteingang der Kirche, der den Bogen zum
Einzug spannte und dessen „Halleluja" die Zuschauer wieder in eine
glückliche und zufriedene Nach-Hause-Weg-Stimmung versetzte und mit dem
Gefühl zurückließ, einen wundervollen Abschluss eines vielleicht
bewegenden Tages gefunden zu haben. Bericht hören >>Jo Jaspers und Freunde - Gospelgottesdienst
Als
„weitbekannte Musikrichtung, aber mit Glaubensinhalten für Alle" sieht
Jo Jasper den Gospel, der mit seinen Freunden Michael Ende am Bass und
Johannes Warts am Pappkarton eine musikalische Andacht in der St
Sebastian-Kirche hielt.Ein tiefsinniger Einstieg führte schnell zu einem mitreißenden Beginn des Konzerts, in dem die Begegnung mit Christus und mit anderen Menschen im Mittelpunkt stand.
Ein gespanntes und begeistertes
Publikum
erlebte eineinhalb Stunden virtuoser Interpretationen bekannter
christlicher Lieder und genoss die gefüllte Atmosphäre des Spontanen. Das Zusammenkommen an sich
war der Grund für das Konzert, und
so konnten die drei Musiker mit
rhythmischer und stimmlicher
Unterstützung des Publikums ihrer
musikalischen Inspiration freien Lauf
lassen und hinterließen begeisterte
Menschen aller Altersklassen. Bericht und Interview hören >>
Workshop im Gospelzentrum St. Sebastian
Heute
Vormittag waren wir vor Ort beim "Just Gospel"-Workshop in der St.
Sebastian-Kirche. Ein bunt gemischtes Publikum, darunter viele
Jugendliche, folgten dem energiegeladenem Programm, das u.a. von Toney
Rhodes (USA) und Christiane Hartmann (Deutschland) geleitet wurde. Die
workshopleader verbreiteten gute Stimmung, indem sie auf viel Bewegung,
Animation und simple Mitsing- und Mitklatsch-Konzepte setzten. Starke
Solistenstimmen und ein begeistertes Publikum erarbeiteten schließlich
gemeinsam einen Song. Bericht und Interview hören >>
Die
einzelnen Berichte könnt Ihr auch als Podcasts
hören.
Unser Team auf dem ÖKT:
Peggy
Anders, Redaktion und Verpflegung
Micha Becker, Café
Sören
Bock, Café,
Christian Bonawitz, Redaktion und Technik
Tina
Fritzsche, Redaktion,
Norbert Gugeler, Redaktion,
Mario Henkel,
Fotos und Technik,
Patricia Klee, Redaktion,
Riccardo Pusch,
Redaktion und Technik,
Joachim Schwarzrock, Redaktion und
Koordination,
Florian Winkler, Fotos und Technik,

Rainer Zincke,
technische
und redaktionelle Leitung













